Rasierhobel – plastikfrei haarfrei

Ein Rasierhobel. Um ehrlich zu sein, habe ich davon noch nie etwas gehört gehabt, bis ich bei Asoki auf das Produkt gestoßen bin. Nach ein paar Google-Befragungen habe ich herausgefunden, dass die Rasierhobeln gerade wieder einen Aufschwung erleben, nachdem sie einige Zeit von ihren Nachkommen aus Plastik vergessen wurden. Aber auch wegen ihrer nachhaltigen Vorteile ist der Hobel wieder im Kommen.

Aber was ist denn nun ein Rasierhobel? Und was muss man da alles beachten?

Ein Rasierhobel ist im Grunde ein normaler Rasierer, er hat aber nur eine Klinge. Deshalb wird auch ab und zu von einem Rasiermesser in Form eines Rasierers gesprochen. In dem oberen Teil, den „Kopf“, ragt die Klinge nur leicht hervor, um Schnitten vorzubeugen. Deshalb bezeichnen manche den Hobel auch als „Sicherheitsrasierer“. Es gibt ihn schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Alternative zum Rasiermesser.

Also: egal ob Rasierhobel, Sicherheitsrasierer oder der etwas-andere-Rasierer; der Aufbau ist überall gleich und unterscheidet sich nur in wenigen Aspekten.

Roségoldener Rasierhobel für eine sanfte Rasur, Universalklingen und Zero Waste

Zunächst die Unterschiede zu dem herkömmlichen Systemrasierer; Ein Systemrasierer hat in der Regel mindestens zwei Klingen in seinem Kopf. Der Griff, sowie die Fassung für die Hüllen, bestehen aus Plastik (natürlich gibt es auch Ausnahmen). Der Kopf des Systemrasierers ist beweglich, das heißt, er passt sich den Wölbungen des Körpers an und die Klingen treffen immer in dem gleichen Winkel auf die Haut. Das ist auch der größte Unterschied zum Rasierhobel. Der Kopf des Hobels ist unbeweglich und man bestimmt selbst, in welchem Winkel die Klinge auf die Haut trifft. Außerdem ist der Griff des Hobels meistens etwas kürzer als der des Systemrasierers.

Der Aufbau

Kommen wir nun zum Rasierhobel selbst. Hierbei gibt es verschiedene Arten von Verschlüssen und Kämmen. Bei den Verschlüssen unterscheidet man zwischen einem Schraubverschluss und einem Butterfly-Verschluss. Der Verschluss bestimmt, wie die Klinge in die Hobel eingelegt wird. Der Rasierer im Asoki Shop hat zum Beispiel einen Schraubverschluss. Dabei wird der Griff zuerst durch den unteren Kamm, dann durch die Klinge und schließlich in die obere Abdeckung geschraubt. Bei dem Butterfly-Verschluss lässt sich die obere Abdeckung mit Druck öffnen und geht zu beiden Seiten auseinander. Die Klinge liegt nun frei und kann getauscht werden. Ein Nachteil dieses Systems kann in manchen Fällen sein, dass sich die Abdeckung auch während der Rasur leicht öffnet. Den Butterfly-Verschluss erkennst du meistens an dem Spalt auf der oberen Abdeckung.

Plastikfreier und wiederverwendbarer Rasierhobel, Zero Waste Badezimmer

Der „Kamm“ der Hobel ist der Teil, der sich unter der Klinge befindet. Er bestimmt, wie viel Haar in dem Hobel Platz hat, also ob man eher kurze Haare oder lange, kräftigere abrasieren kann. Ein sogenannter „geschlossener“ Kamm eignet sich für Einsteiger, denn die Lücke zwischen Kamm und Klinge ist klein, was das Risiko von Schnittverletzungen senkt. Jedoch kann man damit längere Haare nicht so gut entfernen. Dafür eignet sich ein Hobel mit „offenem“ Kamm. Dort sind die Zähnchen des Kammes viel deutlicher zu erkennen als bei dem geschlossenen Kamm. Die Lücke ist auch größer, sodass kräftigere und längere Haare entfernt werden können. Aber: die Klinge liegt freier, sodass man sich leichter schneiden kann. Für die regelmäßige Rasur ist ein geschlossener Kamm also völlig ausreichend.

Aber jetzt zur eigentlichen Aufgabe der Hobel: das Rasieren. Hier gilt, mit einer guten Vorbereitung erreicht man ein gutes Ergebnis. Die Haare lassen sich immer am leichtesten entfernen, wenn sie weich sind und die Hautporen geöffnet sind. Vor der Rasur solltest du deshalb zum Beispiel deine Beine peelen, die Haut mit einem warmen, feuchten Waschlappen bedecken und einen Rasierschaum deiner Wahl gut einwirken lassen. Natürlich kannst du auch Rasieröl, Gel oder etwas ähnliches verwenden.

Die Basics

Was sehr wichtig beim Gebrauch der Hobel ist, ist keinen übermäßigen Druck mit der Klinge auf die Haut auszuüben. Bedenke, die Klinge liegt freier und ist damit auch schärfer als bei einem herkömmlichen Plastikrasierer. Durch zusätzlichen Druck steigerst du das Risiko, dich zu schneiden.

Du kannst mit dem Hobel entweder gegen die Haarwuchsrichtung rasieren, oder mit ihr. Zwischen der Klinge und Haut sollte einen Winkel von 30° bestehen. Wenn du dich das erste Mal mit dem Hobel rasierst, musst du erstmal ein Gefühl für die Rasur bekommen. Er liegt außerdem schwerer in der Hand, da er nicht aus Plastik besteht. Mache einen kurzen Rasierzug und spüle die Klinge unter fließendem Wasser aus. Du wirst bemerken, dass sich die Haare sehr viel leichter aus der Klinge entfernen lassen, als bei einem Systemrasierer mit mehreren Klingen. Auch lohnt es sich, eher kleine Stückchen Haut zu rasieren, als große.

Nimm dir für die Rasur auf jeden Fall Zeit und genieße die Zeit für deine Körperpflege! Mit dem Rasierhobel ist Rasieren eine richtige ich-mach-jetzt-was-Gutes-für-mich Zeit. Das liegt auch daran, dass sich das Endergebnis definitiv sehen lassen kann. Die Klinge setzt nämlich direkt auf der Haut an, sodass du eine schöne glatte Haut hast. Auch wenn du dazu neigst, nach dem Rasieren Rasierpickelchen, Hautirritationen oder eingewachsene Haare zu bekommen – der Hobel ist sehr viel hautschonender als der Systemrasierer. Die Klingen des Systemrasierers entfernen die Haare unter der Haut, was dann zu den besagten Schwierigkeiten führt. Das kann die mit dem Rasierhobel nicht passieren.

Wiederverwendbarer Rasierer Roségold Metall Null Abfall

Du kannst mit dem Hobel sämtliche Körperregionen rasieren, egal ob Mann oder Frau, Beine, Achseln oder Bikinizone. Achte einfach auf den richtigen Winkel, straffe Haut und wenig Druck.

Kommen wir nun zwei ausschlaggebenden Punkten: die Kosten und Nachhaltigkeit. In Punkto Kosten sparst du auf lange Sicht wirklich Geld. Ein Rasierhobel kostet zwischen 20 und 40 Euro. Natürlich ist nach oben hin immer Luft, was den Preis angeht. Den gleichen Preis bezahlst du in etwa für einen Systemrasierer, also den Griff und meistens sind noch ein paar Wechselklingen inbegriffen. Und da ist auch schon der Kostenfaktor: die Klingen. Für 4 Wechselklingen bezahlt man mittlerweile ca. 15-25 Euro und dann ist man auch an den Produzenten des Rasierers gebunden, weil nicht alle Klingen auf alle Griffe passen. Die Klingen für den Rasierhobel sind sogenannte Universalklingen, das heißt, du kannst alle Klingen für alle Hobeln verwenden. Du findest die Klingen in allen Drogeriemärkten und kannst mit 1,50-5,00€ pro Paket mit 10 Klingen rechnen. Wie lange die Klingen halten, hängt von Anwendungsdauer und -intensität ab. Zudem bekommst du die Klingen in Pappboxen und die Klingen selbst haben keine Plastikummantelung. Auch ist die Verpackung sehr viel minimalistischer als die von den Systemrasierklingen, wo oft jede einzelne Klinge nochmal extra in Plastik verpackt ist.

Somit hat der Rasierhobel nicht nur eine bessere Kostenbilanz, sondern ist obendrein auch noch umweltfreundlicher, da sie plastikfrei ist. Deine Müllproduktion wird reduziert, du sparst Geld und hast auch noch länger etwas von deinem Produkt. Was will man mehr?